Der Schweizer Maschinenbauer Meyer Burger Technology AG hat am Dienstag sein neues Werk zur Produktion von Solarzellen in Betrieb genommen. Das Unternehmen hat sich für Thalheim (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) entschieden, bekannt als «Solar Valley». Meyer Burger setze auf den Weg Europas zu mehr strategischer Unabhängigkeit bei der Schlüsseltechnologie Photovoltaik, erklärte Geschäftsführer Gunter Erfurt.
Noch im Mai will das Unternehmen in Freiberg (Sachsen) ein weiteres Werk eröffnen, um dort ab Juli Solarmodule aus Solarzellen zu bauen. Diese neuartigen Produkte würden in der Schweiz entwickelt und in Deutschland gefertigt. Meyer Burger will nach eigenen Angaben zu einem führenden europäischen Photovoltaikunternehmen wachsen. Derzeit beschäftige die Firma rund 600 Mitarbeiter an Forschungsstätten in der Schweiz, Entwicklungs- und Fertigungsstätten in Deutschland und an Vertriebsstandorten in Europa, den USA und Asien.
An den beiden Standorten in Sachsen-Anhalt und Sachsen sollen zunächst insgesamt rund 350 Arbeitsplätze entstehen, wie eine Sprecherin des Unternehmens mitteilte. In Thalheim sollen täglich bis zu 200 000 Solarzellen vom Band laufen. Am Standort stehe derzeit eine Gesamtfläche von 27 000 Quadratmetern zur Verfügung. Diese sei ausreichend für den angestrebten schnellen Ausbau auf 1,4 Gigawatt Solarzellenkapazität.