Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat nach der Amokfahrt in Leipzig auf den Konflikt zwischen Sicherheit und Offenheit in Städten verwiesen und betont, dass sich solche Taten trotz Sicherheitskonzepten nie vollständig verhindern lassen.
«Es gibt sogenannte Zufahrtssperren, das sind diese Betonblöcke oder ähnliche Hindernisse, die eben solche Taten verhindern sollen», sagt Pressesprecher Alexander Handschuh. Doch hundertprozentige Sicherheit werde es trotz Sicherheitskonzepten in Städten und Gemeinden und auch bei Veranstaltungen nie geben können. «Wir können die nicht zu Festungen ausbauen.»
Dem stimmt auch Burkhard Jung zu, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Präsident des Deutschen Städtetages. Städte müssten Orte des Miteinanders und der Begegnung bleiben und würden Sicherheitsvorkehrungen daher sehr genau abwägen, sagt er. «Sie arbeiten vor Ort eng mit den Sicherheitsbehörden zusammen, um zu entscheiden, wo Barrieren und Poller sinnvoll sind für einen besseren Schutz.»
Handschuh sagt, man schaue an Orten, an denen häufig viele Menschen zusammenkommen, dass man nach und nach die Stadtplanung so anpasse, dass man solche Taten wie die in Leipzig verhindere. Er ergänzt: «Es ist immer ein Zielkonflikt zwischen bestmöglichem Schutz der Menschen und gleichzeitig auch einer Offenheit, die wir ja auch leben wollen in den Städten und Gemeinden.»