Knapp 250 Menschen aus den Gemeinden Trebendorf und Schleife im Landkreis Görlitz haben am Sonntag mit einer Menschenkette durch das Dorf Mühlheim gegen das geplante Klimacamp protestiert. «Die Umsiedlung von Mühlrose und die Wahl des neuen Ansiedlungsstandortes in der Nachbargemeinde Schleife waren deutliche Mehrheitsentscheidungen der Mühlroser», sagte der Bürgermeister der Gemeinde Schleife Jörg Funda. Diese wurden dem CDU-Politiker zufolge nach einer ausführlichen und genauen Abwägung getroffen.
Trotz des bis 2038 vereinbarten Kohleausstiegs soll Mühlrose als einer der letzten Orte dem Tagebau weichen, weil ab Ende der 2020er Jahre die unter dem Dorf liegende Braunkohle durch den Tagebau Nochten gefördert werden soll. Damit soll die Versorgung des Kraftwerksstandortes Boxberg langfristig gesichert werden. Gegner führen an, dass das Sonderfeld Mühlrose angesichts des Ausstiegs und laut einem Gutachten nicht mehr gebraucht werde. Klimaaktivisten wollen diese Woche in Mühlrose deshalb ein Klimacamp aufbauen, um ein Zeichen gegen den dortigen Kohleabbau zu setzen.