Sie sind oft nachts unterwegs: Schwertransporte auf Sachsens Straßen werden in der Regel von Polizeibeamten eskortiert. Von der Möglichkeit, diese durch private Unternehmen begleiten zu lassen, wurde laut Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Sachsen noch nie Gebrauch gemacht.
Wie das Innenministerium auf dpa-Anfrage mitteilte, ist die Zahl der Schwertransporte, die von der Polizei begleitet wurden, von gut 3200 im Jahr 2016 auf etwa 2800 im vergangenen Jahr zurückgegangen. Die sogenannten Mannstunden, die von der Polizei für die Begleitung aufgewendet wurde, war von 2016 bis 2017 von etwa 8100 auf fast 7775 gesunken, im vergangenen Jahr aber wieder auf gut 8300 angestiegen.
Nach Angaben des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr gibt es zwar die Möglichkeit, die Transporte von «Verwaltungshelfern» mit speziellen Wagen, sogenannten BF4-Fahrzeugen, begleiten zu lassen. Die Fahrzeuge tragen auf dem Dach drehbare Verkehrszeichen, die so aus allen Richtungen zu sehen sind.
Aber: «Das Verfahren ist kompliziert. Die Verwaltungshelfer, in der Regel speziell eingewiesene Mitarbeiter der Transportfirmen, haben keinen Ermessensspielraum. Sie müssen sich genau an die vorher erarbeitet verkehrsrechtliche Anordnung halten», sagte der Sprecher des Landesamtes, Franz Grossmann. Das Verfahren sei nur für bestimmte Strecken vorgesehen. «Es ist in Sachsen bisher nicht angewendet worden.»