Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) setzt Sachsen in den nächsten Wochen auf spezielle Spürhunde. Die Kadaversuchhunde sollen beim Aufspüren von infizierten und toten Wildschweinen helfen, teilte das Sozialministerium am Donnerstag mit. Bei den Hunden handelt es sich um vier ausgebildete Hundegespanne aus Mecklenburg-Vorpommern, die auch in schwer zugänglichen Gebieten wie Bergbauflächen und Teichlandschaften zum Einsatz kommen sollen. Gerade mit steigenden Temperaturen und wachsender Vegetation werde es schwieriger, Kadaver zu finden, hieß es. Kranke Wildschweine versteckten sich bevorzugt im Dickicht. Der Einsatz von einem Kadaversuchhund ersetzt den Angaben zufolge etwa zehn Fallwildsucher.
«Wir müssen die infizierten Wildschweinkadaver möglichst schnell finden und bergen, denn je mehr verendete Tiere im Wald, auf Wiesen und Feldern liegen, umso länger kann das Virus überleben und sich ausbreiten», so Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Auch Drohnen sollen im Kampf gegen die Schweinepest verstärkt eingesetzt werden.