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IG Metall hofft auf geeigneten Investor für Gießerei

Das Logo der IG Metall ist an einer Wand zu sehen. Foto: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild
Das Logo der IG Metall ist an einer Wand zu sehen. Foto: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

Nach dem Insolvenzantrag der Eisenwerk Erzgebirge Schönheide 1566 GmbH hofft die IG Metall Zwickau darauf, dass rasch ein geeigneter Investor gefunden werden kann. Über die Chancen für einen Fortbestand des traditionsreichen Gießereiunternehmens mit gut 90 Beschäftigten könne er keine Prognose abgegeben, sagte der 2. Bevollmächtigte der Gewerkschaft, Sebastian Zabel, am Donnerstag. «Der Name des Eisenwerks Erzgebirge 1566 ist vermutlich durch die Auseinandersetzung des zur Preventgruppe gehörenden Besitzers mit Volkswagen beschädigt», befürchtet der Gewerkschafter.

Das Unternehmen im erzgebirgischen Schönheide - ehemals ES Guss - hatte zum 1. Juli Insolvenz beantragt. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Dirk Herzig mitteilte, wird der Geschäftsbetrieb fortgesetzt. Er wolle sich in den kommenden Wochen einen Überblick über die wirtschaftliche Lage des Betriebs verschaffen, kündigte er an.

Die finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens begannen 2018, als der Hersteller von Getriebegehäusen und anderer Einbauteile nach einem Lieferboykott der Preventgruppe den Großkunden Volkswagen verlor. 2020 kündigte auch Renault die Verträge, die vorübergehend für Entlastung gesorgt hatten. Damit brachen die Umsätze deutlich ein. Arbeitsplätze wurden abgebaut. Neue Aufträge aus Landwirtschaft und Bauindustrie konnten den Verlust, der durch die Autokonzerne entstand, nicht hinreichend ausgleichen, erklärte Herzig.

Mitteilung des vorläufigen Insolvenzverwalters

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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