Die Hälfte der Betriebe im sächsischen Gastgewerbe blickt pessimistisch oder negativ ins Jahr 2024. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Sachsen hervor. Die steigenden Kosten für Energie, Lebensmittel und Personal seien für die Betriebe die größte Herausforderung, sagte Axel Klein, Hauptgeschäftsführer des sächsischen Dehoga, der Deutschen Presse-Agentur. Hinzu kämen zunehmende Bürokratie und die ausgelaufene reduzierten Mehrwertsteuer für Speisen.
Im Zuge der Coronakrise war die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie gut zwei Jahre lang auf sieben Prozent gesenkt worden. Seit 1. Januar wurde diese wieder auf den ursprünglichen Wert von 19 Prozent angehoben.
Laut der Umfrage hätten knapp acht von zehn Betrieben wegen der gestiegenen Kosten die Preise erhöht, sagte Klein. «Zudem hat mehr als die Hälfte der Unternehmen das Angebot reduziert und auf geplante Investitionen verzichtet». Gut 40 Prozent gaben an, zusätzliche Ruhetage oder kürzere Öffnungszeiten eingeführt zu haben. Für eine Einschätzung, ob wegen der erhöhten Preise auch Gäste fernblieben, sei es noch zu früh.