Später Frost, Starkregen und Hagel: Trotz einiger Wetterextreme haben Sachsens Bauern dieses Jahr eine passable Getreideernte eingefahren. Allerdings bereitet ihnen nun die Marktlage Sorgen. Von «ruinösen Preisen» sprach Bauernpräsident Torsten Krawczyk bei der Vorstellung der Erntebilanz in Auerbach im Vogtland. Eine Umfrage bei Kollegen habe gezeigt: Entweder sie könnten ihr Getreide wegen hoher Lagerbestände im Handel kaum verkaufen oder die aufgerufenen Preise seien so niedrig, dass sie gar nicht verkaufen wollen.
«Auch wenn die Erträge regional stark variieren, können wir insgesamt von einer durchschnittlichen bis leicht unterdurchschnittliche Ernte sprechen», konstatierte Krawczyk. Nach letzten Erhebungen des Statistischen Landesamtes wurden im Schnitt 66,6 Dezitonnen Getreide je Hektar vom Feld geholt. Das sei weniger als im Vorjahr, aber mehr als im Bundesschnitt, hieß es. Dem Raps habe vielerorts Hagel zugesetzt, sodass die Ernte mit 29,5 Dezitonnen pro Hektar mau ausfiel und deutlich unter den Erträgen der Vorjahre blieb.