Wenige Tage vor den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen ergreift auch der Handel Position. Die Supermarktkette Edeka veröffentlichte einen ganzseitigen Aufruf in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», in der Wochenzeitung «Die Zeit» sowie in den sozialen Netzwerken. Die Anzeige ist betitelt mit dem Satz «Warum bei Edeka Blau nicht zur Wahl steht». Dies ist als Anspielung auf die AfD zu verstehen, die Blau seit ihrer Gründung als Parteifarbe benutzt.
In der Anzeige sind zahlreiche Obst- und Gemüsesorten wie Gurken, Brokkoli, Bananen, Kirschen und Erdbeeren abgebildet. «In der Obst- und Gemüseabteilung herrscht die bunte Vielfalt», steht im Text. «Die Evolution hat uns gelehrt: Blau ist keine gute Wahl», heißt es. «In Deutschland sind die Blauen schon heute die größte Bedrohung einer vielfältigen Gesellschaft.»
Der Handelsverband Deutschland (HDE) hatte sich in dieser Woche ebenfalls öffentlich zu Wort gemeldet. Präsident Alexander von Preen rief zur Wahl demokratischer Parteien auf. «Ich kann nur alle Akteure davor warnen, die gesellschaftlichen Spielregeln in Richtung Ausgrenzung und Hass zu verschieben. Das führt Gesellschaft und Wirtschaft nicht in eine positive Zukunft, sondern in eine Sackgasse», sagte er.