Die geplanten Einschnitte bei VW-Standorten in Sachsen werden nach Einschätzung des Autoexperten Werner Olle mittelfristig negative Folgen für die Region haben. Auch das Netz an Zulieferern und Dienstleistern werde stark getroffen, sagte der Leiter des Chemnitz Automotive Institute der Deutschen Presse-Agentur. «Die Einigung hat Arbeitskämpfe vermeiden können, das ist ein wichtiges Ergebnis. Sorgenfreie Weihnachten sehen aber anders aus.»
Angesichts der Krise bei Europas größtem Autobauer hatte das Unternehmen nach tagelangen Verhandlungen mit der IG Metall einen Kompromiss erzielt. Der sieht den Abbau von bundesweit 35.000 Jobs vor. Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben. Wie viele Arbeitsplätze in Sachsen verloren gehen, sei aktuell nicht quantifizierbar, sagte Olle.