Zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Sachsen hat der Krisenstab des Landes einen Drei-Stufen-Plan aufgelegt. Wie das sächsische Sozialministerium am Montag in Dresden mitteilte, sollen künftig in den Flächen zwischen den Doppelzäunen im Osten, Norden und Westen der Schutzzonen faktisch keine Wildschweine mehr leben. Um diese Gebiete wildschweinfrei zu halten, wurde ein dreistufiges Vorgehen beschlossen und eine Allgemeinverfügung angeordnet.
«Wir brauchen die drastische Reduzierung des Schwarzwilds in den Schutzkorridoren, um eine Ausbreitung des ASP-Virus in noch virusfreie Regionen zu verhindern. Die dafür nötigen Barrieren werden die Schutzkorridore sein», sagte der Staatssekretär und Leiter des Krisenstabs, Sebastian Vogel. Wenn es gelinge, in möglichst kurzer Zeit das gesamte Schwarzwild in den Schutzkorridoren zu tilgen, gäbe es eine gute Chance, dass dort eine weitere Ausbreitung der Tierseuche innerhalb der Wildschweinpopulation verhindert werden könne. «Danach können wir uns ausschließlich der Tilgung der Seuche innerhalb der Sperrzone widmen.» Das Ministerium hoffe auf die Kooperation der Jägerschaft und setze dafür starke Anreize.