Mit dem Potenzial regionaler Rohstoffe als Baustoffe beschäftigen sich Fachleute beim Mitteldeutschen Architektentag in Apolda. «Wir haben hier viele Felder und wir haben sehr viele Lehmböden im mitteldeutschen Raum, das muss man unbedingt nutzen», sagte die Präsidentin der Architektenkammer Thüringen Ines M. Jauck vor Beginn der Fachtagung.
Zwar gebe es schon viele Überlegungen und Forschung zum Nutzen regionaler und nachwachsender Materialien im Bau, aber mehr praktische Beispiele seien nötig. «Stroh als Dämmstoff, das ist bekannt. Auf der Tagung wird es aber etwa auch um ein Projekt der Bauhaus-Uni Weimar mit einem neuen Last tragenden Strohbaustoff gehen», so Jauck. Sie sieht vor allem auch finanzielle Sparmöglichkeiten, wenn Baumaterialien statt über lange Wege aus dem Ausland quasi direkt vom Feld vor Ort kommen können.