Plusgrade, Schneeschmelze und Regen lassen Sachsens Flüsse und Bäche in den nächsten Tagen wieder ansteigen. Abhängig von der Niederschlagsmenge kann das nach der Prognose des Landeshochwasserzentrums rasch gehen - auch sind die Böden noch teils gesättigt oder gefroren. Der Grenzwert für die Alarmstufe 1 könnte vereinzelt schon am Mittwoch wieder erreicht werden. «Flächendeckendes Hochwasser ist aber nicht zu erwarten», sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Dresden auf Anfrage. An 66 Prozent der Flusspegel sei der Wasserstand derzeit unterhalb des monatstypischen Wertes. Nur die Elbe sowie die Freiberger und die Zwickauer Mulde führten noch mehr Wasser als normal.
«Tauwetter allein sorgt nicht für Hochwasser», sagte sie. Es hänge vom Tauprozess und der Menge des Niederschlags ab, ob lokal und temporär der Grenzwert der untersten Alarmstufe erreicht werde. «Das ist das Signal, dass der Meldedienst eröffnet und man in Bereitschaft ist.» Die Situation sei aber anders als vor Weihnachten mit wiederholt teils ergiebigen Niederschläge zwischen 60 und 90 Litern pro Quadratmeter im Bergland.