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DRK Sachsen rät zur Trinkpause wie bei der Fußball-WM

DRK Sachsen rät zur Trinkpause wie bei der Fußball-WM
DRK Sachsen rät zur Trinkpause wie bei der Fußball-WM. (Symbolbild) / Foto: Patrick Pleul/dpa
Von: DieSachsen News
Hitzeschlag, Sonnenstich, Dehydrierung – das DRK Sachsen warnt: Wer jetzt nicht regelmäßig trinkt, riskiert mehr als nur Durst. Wie WM-Trinkpausen Leben retten können und was im Notfall zu tun ist.

Wegen der anhaltenden Hitze warnt das Deutsche Rote Kreuz Sachsen (DRK) vor Gesundheitsgefahren. Viele Menschen unterschätzten die Risiken, dabei könnten Hitzeschlag, Sonnenstich oder Dehydrierung schnell zu ernsten Notfällen werden, teilte das DRK mit.

«Mein wichtigster Rat lautet: Trinkpause wie bei der WM. Nicht erst trinken, wenn der Durst kommt, sondern regelmäßig über den Tag verteilt», sagte DRK-Landesarzt André Gries. Zudem sollte körperliche Belastung möglichst vermieden sowie leichte und frische Speisen gegessen werden. Bei Hitze sind besonders ältere Menschen, Säuglinge, Kleinkinder sowie Menschen mit Vorerkrankungen gefährdet.

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Was ist der Unterschied zwischen Sonnenstich und Hitzeschlag?

Ein Sonnenstich entsteht vor allem durch intensive Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken. Typische Folgen sind Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Verwirrtheit und in schweren Fällen Krampfanfälle oder Bewusstlosigkeit. Ein Hitzeschlag betrifft dagegen den gesamten Körper. Durch langanhaltende Hitze kann die natürliche Temperaturregulation versagen, die Körpertemperatur steigt stark an und es drohen schwere Organschäden bis hin zum lebensgefährlichen Multiorganversagen.

Was passiert bei einer Dehydrierung?

Eine Dehydrierung entwickelt sich, wenn der Flüssigkeitsverlust - etwa durch starkes Schwitzen - nicht ausreichend ausgeglichen wird. Erste Anzeichen sind Durst, Konzentrationsstörungen, Schwindel und Kreislaufprobleme.

Was tun bei hitzebedingten Notfällen?

Das Deutsche Rote Kreuz empfiehlt, den Notruf 112 zu verständigen und Betroffene aus der Sonne an einen schattigen und kühlen Ort zu bringen. Die Kleidung sollte gelockert werden. Kopf, Nacken und Körper vorsichtig mit feuchten Tüchern kühlen.

Getränke sollte Betroffenen nur bei vollem Bewusstsein gegeben werden. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die Atmung und das Bewusstsein kontrollieren. Bei fehlender normaler Atmung unverzüglich mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen. 

Rettungsdienste häufiger bei Hitzeperioden im Einsatz

Lang anhaltende Hitze kann auch zu einem vermehrten Einsatz von Rettungsdiensten und Notaufnahmen führen. Neben hitzebedingten Erkrankungen spielen auch veränderte Freizeitaktivitäten eine Rolle. Mehr Zeit im Freien, Badeunfälle, sportliche Aktivitäten oder fehlende Schutzkleidung im Straßenverkehr erhöhen das Unfall- und Verletzungsrisiko.

Veranstalter von Großveranstaltungen sollten Hitzeschutzkonzepte mitdenken, forderte der DRK-Landesarzt: «Regelmäßige Trinkpausen, Schattenbereiche und eine gute medizinische Absicherung können hitzebedingte Notfälle verhindern. Das sieht man aktuell auch im Spitzensport: Prävention wie bei der WM kann jeder».

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