Eine Dresdnerin soll in einer Wohnung in Glashütte (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) eine illegale Hundezucht unter tierschutzwidrigen Bedingungen betrieben haben. Im Ergebnis der Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Dresden nach Angaben vom Freitag einen Strafbefehl wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz in mehreren Fällen gegen die 39-Jährige beim Amtsgericht Dippoldiswalde beantragt. Sie geht davon aus, dass die Frau ohne Erlaubnis Tiere verschiedener Rassen, vor allem Bolonka Zwetna, zum Verkaufszweck gezüchtet und ihnen damit Leid und erhebliche Schmerzen zugefügt hat.
Ende September 2022 hatten Amtsärzte den Angaben nach in der Wohnung 31 Hunde gefunden, die in schlechtem Zustand waren. Sie hätten kein oder nur stark verschmutztes Trinkwasser, keinen oder völlig unzureichenden Auslauf, keinen Platz und keine trockenen, sauberen Liegeflächen, aber länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen. Das habe die Frau «zumindest billigend in Kauf» genommen.