Die Ermittlungen zum Feuer in der Stadtkirche Großröhrsdorf (Landkreis Bautzen) gehen nach der Feststellung der Brandursache und der Festnahme des mutmaßlichen Brandstifters weiter. Die Spurensuche in der Ruine «ist erstmal beendet», könne aber bei Bedarf jederzeit wiederaufgenommen werden, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Der Tatort sei weiter abgesperrt. Die Ermittler werteten nun auch dort sichergestelltes Beweismaterial sowie Aussagen von Zeugen aus.
Unterdessen ebbt die Hilfsbereitschaft und Solidarität mit der Gemeinde nicht ab. Ihr Spendenkonto füllt sich weiter, mit Stand Montag sind inzwischen 205.500 Euro eingegangen, wie die Kirchgemeinde Großröhrsorf-Kleinröhrsdorf auf ihrer Homepage ausweist. Sie habe ja im Zusammenhang mit dem Verlust der Barockkirche Ausgaben, sagte ein Sprecher des sächsischen Landeskirchenamtes in Dresden. So würden neue Gesangbücher gebraucht, die wie Anstecktafeln und anderes Interieur Opfer der Flammen wurden. Geplant sei die Aufstellung eines provisorischen Glockenturms, «damit zum Gottesdienst geläutet werden kann».