Sachsen hat 2022 überdurchschnittlich viele Waldbrände registriert. Laut Agrar- und Umweltministerium gab es bis Oktober 179 Brände. Dabei sei das Geschehen durch zwei Großbrände dominiert worden - dem Waldbrand in der Gohrischheide Ende Juli auf einer Fläche von 553 Hektar und im August im Nationalpark Sächsische Schweiz auf etwa 113 Hektar. Insgesamt war bei den Bränden eine Fläche von mehr als 1000 Hektar betroffen, hieß es.
Nach Landesforstpräsident Utz Hempfling erhöht der Klimawandel mit anhaltender Trockenheit die Gefahr von Waldbränden. Auf den Waldbrandflächen zeige sich aber generell eine relative hohe Regenerationsfähigkeit. Zum Teil sei schon eine Woche nach dem Löschen auf betroffenen Flächen wieder erstes Grün zu sehen gewesen. Das sei auch durch den Eintrag von Löschwasser in den Boden beflügelt worden: «Die Natur holt sich die Brandfläche wieder zurück.»
Laut Statistik wurden von 1990 bis 2021 in Sachsen 3282 Waldbrände registriert, das sind im Schnitt gut 100 jährlich. 91 Prozent dieser Brände fielen auf die Monate März bis Oktober. Am häufigsten brannte es im Juli und August, am seltensten im Januar. Die meisten Brände (84 Prozent) entstanden tagsüber in der Zeit zwischen 10 und 21 Uhr. Der Sonntag war der Wochentag mit den meisten Waldbränden. Nur vier Prozent der Brände wurde auf natürliche Einwirkungen wie Blitzschlag zurückgeführt, für mindestens zwei Drittel waren Menschen verantwortlich. Für den Rest konnte keine Ursache ermittelt werden.