Nach einem Aufruf in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY ... ungelöst» haben die Ermittler rund 250 Hinweise zu drei früheren Terroristen der Roten Armee Fraktion (RAF) erhalten. Darunter seien 80 anonyme Hinweise, teilte die Staatsanwaltschaft Verden am Freitag auf dpa-Nachfrage mit. Es geht um Ernst-Volker Staub (69), Daniela Klette (65) und Burkhard Garweg (55). Die Ermittler werfen dem Trio versuchten Mord und eine Serie schwerer Raubüberfälle zwischen 1999 und 2016 vor. Die Tatorte lagen demnach in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Beschuldigten die Taten begingen, um Geld zu bekommen.
«Die Ermittlungen zum aktuellen Aufenthaltsort und im Umfeld werden mit unveränderter Intensität fortgesetzt und die Behörden versuchen weiter, einen Kontakt zu den Gesuchten herzustellen», schrieb der Staatsanwalt. Ihm zufolge wurden die neuen Hinweise in drei Gruppen eingeteilt. Fünf Hinweise hätten die höchste Priorität bekommen. Ihnen seien die Ermittler sofort nachgegangen, bei einem Hinweis dauerten die Ermittlungen an. Weitere 46 Hinweise erhielten die Priorität 2 und die übrigen 194 die Priorität 3. Die Ermittlungen zu diesen Hinweisen liefen oder würden veranlasst.