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Ermittler prüfen Manipulation an Gasleitungen nach Einsturz

Ermittler prüfen Manipulation an Gasleitungen nach Einsturz
Die kriminaltechnischen Untersuchungen an dem eingestürzten Gründerzeithaus in Görlitz sind abgeschlossen. (Archivbild) / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Von: DieSachsen News
Vor gut einem Monat stürzte das Gründerzeithaus in Görlitz ein. Für die Ermittler gilt nun zu klären: Manipulierten Buntmetalldiebe die Gasleitungen und verursachten so eine Explosion?

Bei der Ursachensuche nach dem Hauseinsturz in Görlitz rekonstruieren Ermittler des Landeskriminalamtes (LKA) die Gasleitungen. Aus den Teilen, die in den Trümmern gesichert wurden, erstellen sie ein 3D-Modell der Gasinstallation des Gründerzeithauses, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Das soll klären, ob das Leitungssystem manipuliert wurde oder lediglich Beschädigungen von der Explosion zu erkennen sind. 

Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Bei dem Unglück kamen am 18. Mai zwei junge Frauen aus Rumänien und ein Deutsch-Bulgare ums Leben. Die Ermittler nahmen zwei Tatverdächtige fest. Die mutmaßlichen Buntmetalldiebe sind 27 und 33 Jahre alt und stammen aus Polen und Afghanistan. Sie sollen Gasleitungen in dem Gebäude beschädigt beziehungsweise manipuliert haben. 

Gegen sie wird wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung ermittelt. Einer der Verdächtigen sitzt seit 21. Mai in Untersuchungshaft, der andere seit 29. Mai. Ausgangspunkt der Ermittlungen gegen die beiden Männer waren Hinweise der polnischen Polizei.

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Kriminaltechnische Untersuchung abgeschlossen

Die umfangreichen und aufwendigen kriminaltechnischen Untersuchungen am eingestürzten Haus wurden am vergangenen Freitag abgeschlossen. Die Analyse des Spurenmaterials, etwa auf DNA, und das beauftragte Sachverständigengutachten würden geraume Zeit beanspruchen, hieß es. Erste gutachterliche Feststellungen verdichten demnach jedoch den Verdacht einer Gasexplosion als Ursache für den Einsturz. Ein Defekt an den Gasleitungen der Stadtwerke ist demnach als Auslöser für die Explosion auszuschließen. 

Elf Hinweise, die nach dem Zeugenaufruf von Anfang Juni eingingen, helfen den Ermittlern zudem dabei, die Bewegungsbilder der Tatverdächtigen am Tag des Unglücks zu vervollständigen. Unterstützung bekamen die Ermittler auch aus Polen. Dort hatten sie ein sogenanntes Ermittlungsersuchen gestellt. Erste Ergebnisse liegen den Angaben nach in Form von Telefonverbindungsdaten vor.

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