Bei der Ursachensuche nach dem Hauseinsturz in Görlitz rekonstruieren Ermittler des Landeskriminalamtes (LKA) die Gasleitungen. Aus den Teilen, die in den Trümmern gesichert wurden, erstellen sie ein 3D-Modell der Gasinstallation des Gründerzeithauses, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Das soll klären, ob das Leitungssystem manipuliert wurde oder lediglich Beschädigungen von der Explosion zu erkennen sind.
Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft
Bei dem Unglück kamen am 18. Mai zwei junge Frauen aus Rumänien und ein Deutsch-Bulgare ums Leben. Die Ermittler nahmen zwei Tatverdächtige fest. Die mutmaßlichen Buntmetalldiebe sind 27 und 33 Jahre alt und stammen aus Polen und Afghanistan. Sie sollen Gasleitungen in dem Gebäude beschädigt beziehungsweise manipuliert haben.
Gegen sie wird wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung ermittelt. Einer der Verdächtigen sitzt seit 21. Mai in Untersuchungshaft, der andere seit 29. Mai. Ausgangspunkt der Ermittlungen gegen die beiden Männer waren Hinweise der polnischen Polizei.