Die Hilfsorganisation Arche Nova aus Dresden will auch im aktuellen Nahost-Konflikt vor Ort wirksam bleiben und konzentriert sich dabei auf Projekte im Libanon. «Wir setzen unsere Arbeit trotz der eskalierenden Gewalt fort und stehen an der Seite der fliehenden Zivilbevölkerung, die jetzt dringend auf unsere Unterstützung angewiesen ist», teilte die Organisation auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Arche Nova (offizielle Schreibweise: arche noVa) ist vor allem auf Wasserversorgung spezialisiert.
Größere Fluchtbewegungen innerhalb des Libanon
«Wie sich die Situation derzeit abzeichnet, wird der Konflikt länger andauern und wir erwarten einen starken Anstieg des humanitären Bedarfs», betonte Alexandra Kretschmann, Sprecherin der Hilfsorganisation. Man rechne mit einer größeren Binnenvertreibung gerade von Menschen aus den Grenzgebieten und aus städtischen Risikogebieten. Aktuell seien knapp 65.000 Menschen auf der Flucht. Auch Unterbrechungen der Versorgung mit Wasser, Strom, Telekommunikation sowie im Gesundheitswesen seien zu befürchten.
Lage ändert sich von Stunde zu Stunde
«Die Lage verändert sich derzeit von Stunde zu Stunde. Als Hilfsorganisation ist es unsere Aufgabe, schnell und bedarfsgerecht zu reagieren», sagte Margret Thieme, die für den Libanon zuständige Länderreferentin bei Arche Nova. Schon wieder müssten im Libanon unschuldige Menschen in ständiger Angst vor Angriffen leben und fluchtartig ihr Zuhause verlassen. «Wir rechnen damit, dass die Fluchtbewegungen in den nächsten Tagen weiter zunehmen werden.»