Unweit der Grenze zu Sachsen kämpft die tschechische Feuerwehr weiter mit einem Großaufgebot gegen einen Waldbrand in einem bei Touristen beliebten Nationalpark. Das Feuer war am Samstagnachmittag in Rynartice, einem Ortsteil der Gemeinde Jetrichovice, ausgebrochen. Es erfasste bisher eine Fläche von rund einem Quadratkilometer, wie der Agentur CTK zufolge ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Probleme bereite das unzugängliche Gelände. «Die Feuerwehrleute haben Probleme, sich dort zu bewegen», hieß es. Verletzte wurden bisher nicht gemeldet.
Große Trockenheit
Wegen der langanhaltenden Trockenheit warnt der staatliche Wetterdienst Tschechiens vor einer erhöhten Gefahr von Wald- und Flurbränden in weiten Teilen des Landes. Die Behörden appellierten an die Menschen, keine offenen Feuer zu entzünden oder Zigarettenkippen in den Wald zu werfen.
In Nordböhmen musste die Feuerwehr am Wochenende noch gegen einen weiteren Waldbrand kämpfen. Die Flammen breiteten sich bei der Stadt Chrastava rund 15 Kilometer südöstlich von Zittau auf einer Fläche von rund 25 Hektar aus. Dieser Brand konnte zunächst eingegrenzt und noch am Samstagabend gelöscht werden.
Im Sommer 2022 war es zum bisher größten Waldbrand in der Geschichte des Nationalparks Böhmische Schweiz gekommen. Damals waren mehr als 1.600 Hektar betroffen. Tausende Feuerwehrleute kämpften drei Wochen lang gegen die Flammen.
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