In Sachsens Wäldern bleibt die Situation trotz der Niederschläge und kühlen Temperaturen der vergangenen Wochen angespannt. Das Wetter helfe zwar den Bäumen und hemme die Entwicklung von Schädlingen, teilte der Staatsbetrieb Sachsenforst am Freitag mit. Grund für Entwarnung sieht Landesforstpräsident Utz Hempfling aber nicht. «Viele Waldbäume in Sachsen sind durch Stürme, Trockenheit und Schädlinge oft nachhaltig geschwächt und konnten sich noch nicht vollständig erholen.» Auch habe der Regen das große Niederschlagsdefizit aus den Vorjahren nicht ausgleichen können.
Der Befall mit Borkenkäfern macht vor allem den Fichten in den Kreisen Bautzen und Görlitz, und auch im Nationalpark Sächsische Schweiz zu schaffen - auch Lagen zwischen Chemnitz und Freiberg sind betroffen. An 13 der insgesamt 83 Monitoring-Standorten des Sachsenforstes wurden höhere Borkenkäfer-Fangzahlen im Vergleich zum Vorjahr registriert. Im Norden von Sachsen sind zahlreiche Kiefern, Lärchen sowie Laubbäume wie Eschen, Ahorn oder Birken geschädigt. Pilz- und Insektenarten nutzten die stark geschwächten Bäume, um sich zu vermehren, hieß es.