Die Tierheime in Sachsen haben in der Ferienzeit weiter mit zu vielen Tieren zu kämpfen, die nicht vermittelt werden können. «Wir sind voll bis zum Anstrich», sagte der Leiter des Tierheims in Leipzig, Michael Sperlich, der Deutschen-Presse Agentur. Das größte Problem seien demnach die vielen aggressiven Hunde, die in der Corona-Pandemie angeschafft worden seien, ohne dass die Halter mit ihnen umgehen können. 34 bis 36 solcher Hunde lebten zurzeit im Tierheim - für die sich nicht so einfach geeignete Besitzer finden ließen. Hinzu komme, dass über den Sommer weniger Tiere adoptiert werden, weil die Menschen erstmal verreisen.
Auch das Tierheim Chemnitz hat viele Problemhunde sowie Katzen in seiner Obhut, die es nun nicht mehr los wird. Für gewöhnlich würden sich in den Sommerferien mehr Menschen melden, um ein Tier bei sich aufzunehmen, weil sie mehr Zeit dafür hätten. In diesem Jahr sei das aber nicht so, sagte Leiter Jens von Lienen. 45 Katzen und 40 Hunde würden zurzeit im Tierheim leben. Vor der Pandemie konnten im Schnitt zehn Hunde pro Monat vermittelt werden - seit der Pandemie sind es nur noch drei bis vier. Das Problem ist, dass kein Bedarf bestehe, weil sich viele in der Pandemie ein Haustier angeschafft hätten. Die vielen Problemhunde seien nach Angaben der beiden Tierheimleiter kaum noch zu handhaben.