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Studenten entdecken Großpopulation von Ameisenlöwen

Biologiestudenten der Technischen Universität (TU) Dresden haben die bislang größte Population an Ameisenlöwen in der Dresdner Heide entdeckt. Auf einer Freifläche des Waldgebietes im Norden der Stadt wurden bei einem Seminar etwa 5000 dieser Insekten gezählt, teilte die TU am Freitag in Dresden mit. Der Ameisenlöwe ist die Larve der Ameisenjungfer - ein Netzflügler, der an Libellen erinnert und vielerorts vom Aussterben bedroht ist. Im konkreten Fall ging es um die Dünen-Ameisenjungfer.

«Das besondere an diesen Tieren ist die Art, wie sie ihre Beute fangen», erklärte Aaron Anselmi, der an der TU Molekulare Biologie und Biotechnologie studiert. Die Ameisenlöwen würden dafür einen Trichter in den sandigen Boden graben. Wenn eine Ameise oder ein anderes Beutetier in den Trichter gerate, rutsche es ab. Am Grund des Trichters lauere dann der Ameisenlöwe und lähme die Beute mit Gift.

Neben der Dünen-Ameisenjungfer leben noch zwei weitere Arten des Insekts in der Dresdner Heide. «Anders als die Geflecktflüglige und die Gemeine Ameisenjungfer, die sich eher unter Bäumen ansiedeln, lebt die Larve der Dünen-Ameisenjungfer nur auf Freiflächen. Da das Gebiet in der Dresdner Heide aber langsam zuwächst, schwindet dort der Lebensraum für diese Art. Fußgängerinnen und Radfahrer erschweren es den Ameisenlöwen zudem, ihre Beutetrichter zu errichten. In abgelegeneren Ecken der Freifläche sei die Populationsdichte darum noch deutlich höher», betonte Anselmi.

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