Sachsens Straßenbäume leiden unter den steigenden Temperaturen und schwankenden Wasservorräten. Der Klimawandel stelle insbesondere Anforderungen an die Trocken- und Temperaturtoleranz der rund 233.000 Bäume an den Bundes- und Staatsstraßen im Freistaat, teilte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr auf Anfrage mit. Bei den jährlich 2367 Nach- und Neupflanzungen würden diese Anforderungen berücksichtigt. Aktuell liegen die Höchsttemperaturen demnach rund sieben Grad höher als noch in den 1970er-Jahren. Die steigenden Temperaturen schaffen den Angaben zufolge eine längere Vegetationsphase, die Winterruhe verkürzt sich.
Zudem machen den Bäumen Schwankungen beim Wasservorrat zu schaffen. Gerade in der Vegetationsperiode gibt es Zeiten, in denen Bodenwasser kaum verfügbar ist, während es nach extremem Regen immer wieder zu Staunässe kommt. In beiden Fällen gefährdet dies etwa dem Stoffkreislauf und der Einlagerung von Reservestoffen in den Bäumen, wie das Landesamt erläutert. Dadurch könne die Vitalität leiden und die Anfälligkeit für Schaderreger steigen.