Die Gefahren für den Igel in Sachsen werden immer größer. Dennoch werde dessen Bestand im Freistaat noch nicht als gefährdet eingestuft, sagte ein Sprecher des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. In der aktuellen Roten Liste der Säugetiere Sachsens von 2015 werde er als «ungefährdet» eingeordnet, in der Roten Liste Deutschlands (2020) stehe er hingegen auf der «Vorwarnliste». Die Deutsche Wildtierstiftung hat den Braunbrustigel zum Tier des Jahres 2024 gekürt.
In Sachsen sei eine nahezu flächendeckende Verbreitung des Igels von den Niederungen bis in die hohen Lagen des Erzgebirges dokumentiert. Wie viele Igel etwa in Sachsen leben, ist nicht bekannt. Er bewohne vorzugsweise Siedlungen und ihre Randbereiche, Gärten, Hecken, Gebüsche und Grünanlagen oder lichte Wälder.
Der Rückgang kleiner, naturnaher Siedlungsräume etwa durch Bodenversiegelung, der Einsatz von Insektiziden, der Verlust von Rückzugsräumen und Nahrung sind laut Landesamt eine ernste Gefährdung für den Igel. Zudem erleide er erhebliche Verluste vor allem durch Straßenverkehr, Rotfuchs und freilaufende Hunde. In den vergangenen Jahren seien unter anderem Mähroboter als Gefahr hinzugekommen. Durch die Dürre der vergangenen Jahre habe sich das Nahrungsangebot vermutlich weiter verschlechtert, hieß es.