Eine Sache war Marco Rose ganz wichtig. «Natürlich hat das wenig mit dem FC Bayern zu tun gehabt», sagte der Trainer von RB Leipzig nach dem letzten Testspiel vor dem großen Gipfeltreffen mit dem Rekordmeister in der Fußball-Bundesliga. Leipzig schoss sich am Samstag mit einem 4:0 gegen den tschechischen Erstligisten FK Mlada Boleslav warm, sportlich war Rose in erster Linie froh, «dass wir diesen Gegner hatten und uns noch einmal belasten konnten».
Insofern warnte der Trainer auch davor, sowohl dem Leipziger Sieg als auch dem 4:4 der Bayern gegen Salzburg zu viel Bedeutung zukommen zu lassen. «Testspiele sind oft Muster ohne Wert», sagte der 46-Jährige. Er warne seine Mannschaft explizit «vor Schlendrian, vor Verlust von Gier, vor zu einfachen Fehlern».
Die wohl wichtigste Erkenntnis aus der auf viermal 25 Minuten angelegten Generalprobe notierte Rose in Sachen Timo Werner. Der Nationalstürmer kam 50 Minuten zum Einsatz und damit deutlich mehr als geplant. «Man sieht sofort Timos Qualität, sein Tempo. Es ist ganz wichtig, dass er da ist», betonte Rose. Bisher war Werner nach seinem auskurierten Syndesmosebandriss als Joker gegen die Bayern eingeplant, nun könnte der 26-Jährige am Freitagabend sogar in der Startelf stehen.