Eng umschlungen tanzte Max Langenhan mit Felix Loch im Altenberger Eiskanal und feierte seine Gold- und die Bronzefahrt seines Zimmerkollegen überschwänglich. Dass beide jeweils eine Medaille gewonnen hätten, sei «das Wichtigste», sagte Langenhan. Der dreimalige Olympiasieger Loch, der im ZDF-Interview Freudentränen weinte, meinte: «Die Medaille ist extrem wichtig.» Die sechsmaligen Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt holten im letzten Rennen am Samstag noch Bronze im Doppelsitzer.
Bei der WM-Gala der deutschen Rodlerinnen und Rodler im Vorjahr mit acht Titeln in neun Rennen waren nur die Männer-Einsitzer ohne Gold geblieben. Langenhan war Zweiter geworden - «mit gebrochener Hand», wie er am Samstag noch einmal anmerkte. Diesmal war er fit - und auch dank Felix Loch gut drauf.
«Ich bin superhappy», sagte der 24-Jährige. «Der Titel bedeutet mir sehr, sehr viel.» Von Bundestrainer Norbert Loch (61), der nach dieser Saison zurücktreten wird und für Patric Leitner (46) Platz macht, gab es ein Extra-Lob: «Er ist gefahren wie ein kleiner Herrgott.»
Mit seiner gelungenen Aufholjagd von Position fünf nach dem ersten Lauf zu Bronze gab der zehn Jahre ältere Felix Loch dem in dieser Saison überragenden Langenhan eine Extra-Motivation für die Fahrt zum WM-Triumph in überlegener Manier.