Andreas Toba hat mit bald 35 Jahren genug, beendet seine Turn-Karriere und wird Trainer. Der Olympia-Held von Rio wird bei der anstehenden Europameisterschaft in Leipzig letztmals in der deutschen Riege stehen, danach wird er Landestrainer im Gerätturnen der Männer am Bundesstützpunkt Hannover.«Ich habe eine sehr lange Karriere erlebt, mit vielen ups und downs, habe mehr erreicht, als ich es mir je erträumt habe», erklärte Toba in einer vom Verband verbreiteten Mitteilung. «Ich bin sehr dankbar für die unvergesslichen Momente.»Vor allem sein Auftritt bei den Olympischen Spielen 2016 in Brasilien ist unvergessen. In der Mannschafts-Qualifikation erlitt der damals 25-Jährige einen Kreuzbandriss und war eigentlich raus. Doch Toba, der im Oktober 35 Jahre alt wird, wollte nicht aufgeben, insbesondere die Teamkollegen nicht im Stich lassen. Also ließ er sich sein rechtes Knie so fest wie möglich tapen und turnte noch am Pauschenpferd. Auch durch diesen Einsatz qualifizierte sich die Mannschaft fürs Finale, wurde am Ende Siebter. Der «Hero de Janeiro» war geboren.
Nächste Turngeneration im Fokus
Seinen ersten großen internationalen Auftritt hatte er direkt bei den Olympischen Spielen in London 2012. Er freue sich nun «auf die neuen Herausforderungen» und darauf, «das Turnen von einer anderen Perspektive zu sehen», sagte Toba. Ab 1. Juni ist er Ex-Turner und Neu-Trainer.
«Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe als Landestrainer. Es ist mir ein Herzensanliegen, meine Erfahrungen nun an die nächste Generation weiterzugeben und junge Turner auf ihrem Weg zu begleiten», sagte Toba.
Der Präsident des Niedersächsischen Turner-Bundes (NTB), Heiner Bartling, erklärte: «Wir sind unglaublich stolz darauf, dass wir Andreas gemeinsam mit dem Deutschen Turner-Bund für diese Aufgabe gewinnen konnten.»
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