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Trotz Überzahl: Erzgebirge Aue steigt vorzeitig ab

Trotz Überzahl: Erzgebirge Aue steigt vorzeitig ab
Nach 23 Jahren Profifußball muss der FC Erzgebirge Aue einen Neustart planen. Auch gegen Wiesbaden reicht es nicht für einen Sieg. (Archivbild) / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Weiterhin kein Drittliga-Sieg im Jahr 2026: Nach 23 Jahren Profi-Fußball geht es für Aue in der Regionalliga weiter. Selbst 20 Minuten in Überzahl reichen nicht für einen Sieg gegen Wiesbaden.

Der FC Erzgebirge Aue ist nach 23 Jahren Profifußball abgestiegen. Auch gegen den SV Wehen Wiesbaden gelang der erste Drittliga-Sieg 2026 nicht. So reichte das 2:2 (1:1) nicht, um den Abstieg noch einmal zu verschieben. Und das ausgerechnet im Jahr des 80. Vereinsjubiläums. Moritz Flotho (24. Minute) und Tarik Gözüsirin (78.) hatten die Hessen jeweils in Führung gebracht, Tristan Zobel (27.) und Moritz Seiffert (85.) sorgten für die Auer Ausgleichstreffer. In der 69. Minute sah Wiesbadens Niklas May nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. 

Interimstrainer Chwitscha Schubitidse setzte ein Zeichen für die Zukunft, brachte im Tor den erst 22 Jahre alten Louis Lord. «Das war so abgesprochen, bis zum Pokal sollte Martin Männel stehen, dann wollten wir Louis für die Trainingsleistungen belohnen», sagte der Coach bei MagentaSport. Lord konnte sich mehrfach auszeichnen. Beim Gegentreffer zum 0:1 von Moritz Flotho (24. Minute) war er machtlos. Zuvor hatte er Glück, dass Sascha Mockenhaupt den Ball aus drei Metern nicht im leeren Auer Kasten unterbrachte (6. Minute). 

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Aue kämpfte sich zurück. Kurz nach dem 0:1 nutzte Tristan Zobel (27.) einen langen Freistoß, um aus spitzem Winkel den Ausgleich zu markieren. Danach war Aue das bessere Team, erarbeitete sich auch nach dem Wechsel gute Chancen. Mit einer direkt verwandelten Ecke von Gözüsirin (78.), bei der Lord nicht gut aussah, ging Wiesbaden erneut in Führung. Wieder konnte Aue ausgleichen: Moritz Seiffert (85.) verwertete eine Hereingabe. Durch das Remis bleibt Aue als einziges Team aller 54 deutschen Proficlubs 2026 ohne Sieg. Nach dem Schlusspfiff und dem feststehenden Abstieg herrschte kurzzeitig totale Stille im Erzgebirgsstadion.

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