Die Bundesliga-Handballerinnen des Thüringer HC haben das Final4 um den DHB-Pokal ohne Sieg beendet. Keine 24 Stunden nach der 21:25-Halbfinalniederlage gegen die SG BBM Bietigheim musste sich das Team von Trainer Herbert Müller am Sonntagnachmittag im Spiel um Platz drei auch dem VfL Oldenburg mit 30:34 (13:19) geschlagen geben. Beste Werferinnen des THC waren Johanna Reichert und Nathalie Hendrikse mit jeweils sieben Toren. Bei den Oldenburgerinnen ragte Toni-Luisa Reinemann mit elf Treffern heraus.
Die Thüringerinnen starteten katastrophal in die Partie. Gegen die aggressiv herausrückende Abwehr des VfL fanden sie keinerlei spielerische Lösungen, und in der Defensive agierten sie gegen Oldenburgs dynamische Rückraumschützinnen viel zu passiv. So erspielte sich der Tabellensiebte der Bundesliga bis zur zwölften Minute eine komfortable 8:1-Führung.
Erst mit der Hereinnahme der quirligen Sonja Frey auf der Mittelposition gewann das Angriffsspiel des THC, der auf die angeschlagene Nationalspielerin Annika Lott verzichten musste, mehr Durchschlagskraft. Zudem machte sich die Einwechslung von Torhüterin Nicole Roth bezahlt. So kämpfte sich der Vizemeister in einem offenen Schlagabtausch auf 12:16 (27. Minute) heran, verfiel dann aber wieder in alte Muster und ließ Oldenburg bis zur Pause wieder davonziehen.