Richard Schmidt - und was sonst? Außer Bronze der Degen-Überraschung vom FC Offenbach gab es für die deutschen Fechter bei den Weltmeisterschaften nichts zu gewinnen. Noch nie seit Einführung des aktuellen Wettkampfprogramms 1999 war die Medaillenausbeute geringer als in Leipzig. 2015 in Moskau waren es zwei dritte Plätze durch Max Hartung im Einzel und durch ihn und seine Säbel-Mannschaft.
Der Schlusstag begann so vielversprechend, endete für die Degendamen und Florettherren indes im Viertelfinale. Im Frust trat Sportdirektor Sven Ressel am Mittwoch gegen die Bande, nachdem das Degenteam mit der WM-Achten Alexandra Ndolo an der Spitze das Halbfinale und eine mögliche zweite Medaille beim 11:12 im Sudden Death gegen den Olympia-Vierten Estland lediglich um einen Treffer verpasst hatte.
«Da wäre mehr drin gewesen. Schade, ich bin schon traurig darüber. Aber die Mannschaft ist an der Weltspitze dran», kommentierte Ressel den beherzten Auftritt von Ndolo, Monika Sozanska, Nadine Stahlberg und Beate Christmann. Im Top-16-Feld war ein bemerkenswert sicheres 45:37 gegen das allerdings neu formierte Team von Olympiasieger Rumänien vorangegangen.