Schlechte Laune hatte Timo Werner nicht. Als der Nationalspieler nach seinem RB-Comeback mit Glückstor am frühen Abend das Leipziger Stadion verlassen wollte, hielt er noch einmal an, stieg aus und machte ein Selfie mit wartenden Fans. Beim Clubchef herrschte dagegen eine ganz andere Stimmung. «Das ist natürlich ein beschissener Start mit zwei Punkten aus zwei Spielen, das hatten wir uns durchaus anders vorgestellt», kritisierte Oliver Mintzlaff nach dem 2:2 (1:1) gegen den 1. FC Köln - da half auch die fast perfekt verlaufene Rückkehr von Werner wenig.
«Wir wollen wieder in die Champions League, und dazu musst du natürlich vom ersten Spieltag an punkten. Und jetzt ist der Abstand nach oben schon vier Punkte», sagte Mintzlaff. «95 Prozent reichen nicht, wenn du jedes Spiel gewinnen willst, dann brauchst du 100 Prozent. Und das haben die Bayern, das hat der BVB, und das müssen wir auch haben.»
Die Tore von Werner (36. Minute), bei dessen Treffer Kölns Torwart Marvin Schwäbe ordentlich mithalf, und Christopher Nkunku (56.) reichten am Samstagabend gegen stark aufspielende Kölner nicht. Der FC kam durch Florian Dietz (40.) und ein Eigentor von Josko Gvardiol (72.) zweimal zurück. Die Rote Karte gegen Dominik Szoboszlai (45.) nach einer Tätlichkeit kommentierte Mintzlaff mit «Überheblichkeit». Mit dem RB-Kader «muss es bei allem Respekt unser Anspruch sein, Stuttgart und Köln zu schlagen».