Gleich nach Schlusspfiff schalteten Willi Orban und Co. auf Pokalmodus um, sangen vor den Fans tanzend «Deutscher Pokalsieger». Dieses Gefühl und diese Stärke zum Bundesligafinale will RB Leipzig mit nach Berlin nehmen. «Die Jungs wissen, wie es sich anfühlt, das hilft uns, macht total Sinn, dass wir uns wieder so fühlen», sagte Marco Rose nach dem 4:2 gegen den FC Schalke. Bislang sammelte der Trainer nur Final-Erfahrungen in Österreich: «In Deutschland sieht der Pokal ein bissel anders aus.»
Daher wolle er die Abläufe beibehalten. «Ich glaube nicht, dass wir uns noch groß Dinge erarbeiten können. Wir wissen, was wir können. Wir wissen auch, was uns fehlt. Das können wir nochmal besprechen», sagte der 46-Jährige, denn nach der Führung habe man den mutig aufspielenden Königsblauen zu viel Räume gegeben. Mit Blick auf Eintracht Frankfurt wisse man, «was auf uns zukommt. Grundordnung, Qualität, vor allem vorn drin.»
Frankfurts Randal Kolo Muani (15 Saisontreffer) hat Rose Torschützenkönig Christopher Nkunku (16) entgegenzusetzen. Der Franzose wirbelte leichtfüßig durch die Schalker Abwehr, holte sich mit seinem Doppelpack (19./90.+4) noch die Torjäger-Kanone und kann auch im Olympiastadion am Samstag (20.00 Uhr/ZDF und Sky) den Unterschied ausmachen.