Fußball-Regionalligist 1. FC Lokomotive Leipzig hat sich von einer rechtsextremen T-Shirt-Aktion distanziert. Auf den im Internet angebotenen Kleidungsstücken mit der Aufschrift «Lok auf Malle - Nur Krawalle» oder «Inselverbot, wir kommen wieder» wird der Angriff von zwei Deutschen auf einen Türsteher aus dem Senegal vor zwei Jahren in Palma verherrlicht.
«Das ist erschreckend und pervers. Uns fehlen jegliche Worte. Das hat nichts mit unserem Club zu tun. Wir distanzieren uns davon», sagte Lok-Geschäftsführer Martin Mieth der «Mallorca Zeitung». Der Verein wolle mit Hilfe der Behörden die Person, die die T-Shirts im Internet vertreibt, ausfindig machen. «Wir haben umgehend unsere Anwälte eingeschaltet und am Dienstag auch Anzeige bei der Polizei gestellt», erklärte Mieth.
Laut «Mallorca Zeitung» (Dienstagabend) droht der Person ein Hausverbot und eine Schadensersatzforderung für die Nutzung des Vereins-Logos und der Markenrechte. «Gegen den widerwärtigen, abartigen Hintergrund können wir leider nicht rechtlich vorgehen», sagte Mieth.