Marco Rose war völlig perplex. «Sechs Monate? Wow!», sagte der Trainer von RB Leipzig nach dem 2:0 bei Celtic Glasgow. Der Erfolg in der Champions League hatte die Auswärtsmisere des Pokalsiegers beendet, der seit Mitte April ohne Sieg auf fremden Platz war. «Diese Statistik haben wir erstmal ad acta gelegt. Wenn man hier gewinnt, kann man in vielen Stadien der Welt gewinnen.» Und als Kirsche auf der Torte liegt Leipzig nach dem Fehlstart mit zwei Niederlagen nach nun vier Spielen auf Platz zwei der Gruppe und hat das Erreichen des Achtelfinales in der eigenen Hand.
Zeuge des erfolgreichen Stresstests im bis zu den Toren von Timo Werner (75. Minute) und Emil Forsberg (84.) euphorischen Celtic Park war der neue Sportchef Max Eberl. Der 49-Jährige tritt seinen Job zwar erst Mitte Dezember an, schaute jedoch spontan in Glasgow vorbei. Recht emotionslos hockte Eberl lange Zeit in der ersten Reihe der Ehrentribüne, freute sich am Ende aber doch noch mit seinem neuen Chef Oliver Mintzlaff über den Erfolg.