Aus dem Freiburger Fanblock flogen Gegenstände, doch die Leipziger ließen sich ihre Halbfinal-Party nach einer Demonstration der Stärke nicht vermiesen. «Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!», skandierten die mitgereisten RB-Anhänger, und die Spieler tanzten dazu auf dem Rasen. Angeführt vom überragenden Spielmacher Dani Olmo hat der Titelverteidiger im Halbfinale am Dienstag beim überforderten SC Freiburg einen klaren 5:1 (4:0)-Sieg gefeiert und eine beeindruckende Titelform gezeigt.
Angesichts dieser Gala-Vorstellung gehen die Sachsen am 3. Juni im Berliner Olympiastadion als Favorit ins Endspiel. Der Gegner wird im zweiten Halbfinale zwischen dem VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt am Mittwoch (20.45/ARD und Sky) ermittelt. «Wir sind im Finale, und dann wollen wir es auch gewinnen. Aber da wird jemand etwas dagegen haben», sagte RB-Trainer Marco Rose im ZDF: «Wir hatten viel Wucht und Power.» SC-Kapitän Christian Günter haderte über eine «extrem bittere erste Halbzeit» und forderte: «Mund abputzen! In dem Spiel haben wir auf die Fresse bekommen, aber am Samstag geht es weiter.»