Auer Sieg der Moral
Der FC Erzgebirge Aue lässt sich nicht aus dem Spitzenfeld der 3. Liga abschütteln. Mit dem 2:0 gegen den VfB Lübeck bleibt es bei sechs Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz. Es war ein Sieg der Moral. Immerhin spielten die Veilchen die letzten Minuten faktisch in doppelter Unterzahl. Erst wurde Korbinian Burger (57.) nach einer Notbremse vom Platz gestellt, dann hatte sich der eingewechselte Maximilian Thiel (81.) so schwer verletzt, dass er kaum am Spielgeschehen teilhaben konnte. Aue hatte sein Wechselkontingent aber bereits ausgeschöpft. «Dann weiß jeder, worauf es noch ankommt. Irgendwie kämpfen, kratzen, beißen. Das spricht auch für den Verein oder für die Wismut-DNA und das haben wir heute dann die letzte halbe Stunde auf jeden Fall auf den Platz bekommen», sagte Marco Schikora bei «MagentaSport».
Auch Trainer Pavel Dotchev lobte sein Team. «Die Mannschaft verdient absoluten Respekt. Am Mittwoch noch in Sandhausen, am Donnerstag zurück. Einfach stark, dass wir so eine Leistung abliefern», sagte Dotchev. In seiner Mannschaft sei viel Qualität, das habe man gesehen. Dennoch bleibt Dotchev bescheiden in Sachen Aufstieg. «Es geht ganz schnell. Also wenn du zwei Spiele nicht gewinnst, guckst du nach unten. Wenn du gewinnst, bist du im gesicherten Mittelfeld. Es ist schon ein Hauen und Stechen. Die Liga ist schon brutal», betonte der Trainer.