Wertloser Dresdner Sieg: «Es war mein traurigster Sieg», sagte Dynamo-Stürmer Stefan Kutschke nach dem 2:1 der Dresdner gegen den VfB Oldenburg. Weil keiner der Konkurrenten um den Aufstieg in die 2. Bundesliga patzte, blieben die Sachsen auf dem sechsten Platz, spielen auch in der kommenden Saison in der 3. Liga und verpassten zudem die Teilnahme an der ersten Runde des DFB-Pokals. Also eine verkorkste Saison? Das wollte Trainer Markus Anfang nicht so stehen lassen. Obwohl auch bei ihm wie fast allen Dynamos nach dem Schlusspfiff die Tränen der Enttäuschung liefen, zog Anfang ein positives Fazit. «Mit dieser Rückrunde, die wir gespielt haben, hätten wir mehr verdient gehabt. Zu meiner Kieler Zeit sind wir mit 67 Punkten aufgestiegen, jetzt haben wir 69», sagte der Coach und versprach, im nächsten Spieljahr den Aufstieg anzupeilen.
Welches Personal er dann zur Verfügung hat, muss abgewartet werden. Den Dresdnern droht ein ganz bitterer Verlust. Ahmet Arslan, mit 25 Toren Schützenkönig der Liga, ist vom Nicht-Aufstieg derart angefressen, dass er in Erwägung zieht, nach dem diesjährigen Leihgeschäft doch nicht bei Dynamo zu bleiben.