– Nach dem Schlusspfiff im Hamburger Volksparkstadion ließ Tim Knipping seinen Emotionen freien Lauf. Der Abwehrspieler von Dynamo Dresden ballte seine Fäuste, schrie seine Erleichterung heraus. Nur wenige Minuten später wirkte der 28-Jährige schon wieder sehr gefasst. «Zum Glück hat mein Schädel geholfen», sagte er nach seinem Ausgleichstor beim 1:1 gegen den Hamburger SV fast schon lapidar.
Es war Knippings erstes Tor für den sächsischen Fußball-Zweitligisten, das er zugleich seiner Mutter Birgit widmete. «Die hat heute Geburtstag und es sich sehr gewünscht», erklärte er. «Tim wollte letztes Jahr schon immer nach einer Ecke mal ein Tor schießen. Dass es jetzt in Hamburg sein erstes Tor macht, ist besonders», verriet Teamkollege Christoph Daferner.
Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet Knipping seine Mannschaft beim HSV den Punkt rettete. Denn der Innenverteidiger ist ein Vorbild an Einsatz und Leidenschaft. Seit Monaten ist der 28-Jährige Leistungsträger bei den Sachsen, was auch Teamkollegen und Trainer anerkennen. In Abwesenheit von Sebastian Mai führt Knipping Dynamo in dieser Saison als Kapitän aufs Feld. «Das ist definitiv eine spezielle Verantwortung. Das ehrt mich sehr», erklärte er.