Dynamo scheitert an sich selbst: Man wolle Dynamo so intensiv wie möglich ärgern, hatte Rot-Weiss Essens Trainer Christoph Dabrowski vor dem Spiel gesagt. Das gelang den Gastgebern beim 3:1-Sieg auch. Viel mehr als über Essen ärgerte sich Dynamo aber über sich selbst. Der Spitzenreiter hatte die Partie nämlich im Griff, vermochte aber aus den unglaublich vielen Chancen nichts zu machen. «Essen war brutal effizient, wir nicht», sagte Abwehrspieler Tobias Kraulich bei «MagentaSport», versicherte aber: «Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht.» Trainer Markus Anfang betonte: «Wir haben das Spiel beherrscht, aber keine Tore gemacht. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison.»
Ehe Essen durch Felix Götze nach 25 Minuten in Führung ging, hätten die Gäste schon lange führen müssen. Doch das Dilemma mit der Chancenverwertung, das Dynamo bereits saisonübergreifend seit vielen Monaten begleitet, wurde wieder sichtbar. Hinzu kam, dass vor dem 2:0 eine klare Abseitsposition nicht erkannt wurde. Danach war die Luft aus dem Dresdner Spiel, das 0:3 eine logische Folge. Das 1:3 durch Panagiotis Vlachodimos (90.+7) kam viel zu spät.