Christoph Baumgartner nahm die Glückwünsche seiner Teamkollegen entgegen, und von Kölns Fußballtrainer Lukas Kwasniok bekam er aus Spaß einen kleinen Schubser verpasst. Der Österreicher war beim 2:1 (1:0)-Sieg von RB Leipzig beim 1. FC Köln ohne Zweifel der Mann des Spiels: Vorn schoss er sein Team mit einem Doppelpack (29. und 56. Minute) wieder auf einen Champions-League-Platz - und hinten war er bei der kniffligsten Szene der Partie ebenfalls maßgeblich beteiligt.
Kölns Eric Martel verstand die Welt nicht mehr: «Das kannst du mir nicht erzählen, dass das Abseits ist. Als ob die Linie da einfach hingezogen wäre.» Baumgartner meinte: «Ich verstehe den Unmut der Kölner.»
Durch den Sieg endete für die Sachsen eine sportliche Mini-Krise mit zuvor zwei sieglosen Bundesliga-Partien. Für Köln traf Jan Thielmann (51.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Drei Tage vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale beim FC Bayern München am Mittwoch schob sich Leipzig in der Bundesliga-Tabelle am VfB Stuttgart vorbei auf Platz vier. Die Kölner verharren auf Rang zehn - mit nur vier Zählern Vorsprung auf die Abstiegszone.
Leipzigs Neuzugang Gruda gleich in der Startelf
RB-Coach Ole Werner hatte seine Startelf nach der 1:2-Pleite gegen Mainz 05 auf drei Positionen umgestellt. Unter anderem gab Benjamin Henrichs nach langer Verletzungspause sein Comeback und Neuzugang Brajan Gruda spielte bei seinem Debüt direkt von Beginn an.