Was Gerd Müller für den FC Bayern war, war Bernd Bauchspieß für Chemie Leipzig. Der von allen nur «Spießer» gerufene Stürmer prägte bei den Leutzschern eine Ära. Kein anderer Chemiker erlangte jemals so viel Bekanntheit wie der ehemalige DDR-Nationalspieler, der 120 Treffer in 264 DDR-Oberliga-Spielen erzielt hatte.
Nun ist der langjährige Orthopäde in Leipzig, der weit über das eigentliche Rentenalter hinaus in seinem Beruf arbeitete, verstorben. Bauchspieß starb bereits am vergangenen Dienstag im Alter von 85 Jahren, wie der Verein unter Berufung auf den langjährigen Mitspieler und engen Freund Hans-Georg Sannert der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
«Die ganze Chemie-Familie – Verein, Fans, Sympathisanten und seine Mannschaftskameraden von damals – ist in tiefer Trauer und in Gedanken bei seiner Familie und Angehörigen», teilte der Fußball-Regionalligist am Freitag mit.