Trotz der angespannten Haushaltslage ist vorgesehen, dass Hörgeschädigte im Freistaat auch weiterhin einen finanziellen Ausgleich von monatlich 150 Euro für ihre Mehraufwendungen erhalten. Sachsen sei derzeit das einzige Bundesland, das Leistungen dieser Art und in diesem Umfang gewähre. Dies erklärte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) vor dem Internationalen Tag der Gehörlosen (29. September). Nach dem 20 Jahre alten Gesetz erhalten derzeit 2.548 Menschen landesweit Landesblindengeld und andere Nachteilsausgleiche.
Eng verbunden mit dem Alltag hörbehinderter Menschen und für viele unverzichtbare Begleiter sind nach Ministeriumsangaben Gebärdensprachdolmetscher. Inzwischen sei es selbstverständlich, dass sie Veranstaltungen oder auch TV-Sendungen begleiteten, sagte Köpping. «Ich bin froh, dass sich inklusive Gedanken und Ideen verstetigen und Inklusion immer mehr gelebt wird.» Mit dieser Unterstützung erlangten Betroffene Schritt für Schritt mehr inklusive Lebensqualität. Bei der Inklusion aber sei «der Weg noch weit und nicht frei von Steinen».