Die Nachtcafés von Dresdner Kirchengemeinden haben rund 3.550 Gäste in den vergangenen Monaten beherbergt. «Am Ende der Saison lässt sich sagen: Immer mehr und nicht nur wohnungslose, sondern auch bedürftige Menschen, nutzten unser Angebot – die christliche Tischgemeinschaft mit einem gemeinsamen Abendessen und Gespräch», sagte Gerd Grabowski, Sprecher des Nachtcafé-Koordinierungskreises laut einer Mitteilung der Diakonie.
Die Gästezahl war demnach auf dem höchsten Stand seit der Corona-Pandemie. Fast jeden Abend seien die Nachtcafés mit durchschnittlich 20 bis 22 Gästen an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. «Besonders auffällig war der gestiegene Frauenanteil im Vergleich zu den Vorjahren – vielleicht ein Hinweis darauf, dass durch die angespannte Wohnungsmarktsituation auch vermehrt Frauen wohnungslos werden», berichtet Daniela Feister von der Diakonie Dresden. Darüber hinaus waren die Ehrenamtlichen den Angaben nach durch mehr Sucht- und psychische Erkrankungen bei Gästen gefordert.