Encasing-Ratgeber: Was wir Sachsen über Encasings für Matratzen wissen sollten
Ein Encasing kann bei einer Hausstaubmilbenallergie dazu beitragen, den Kontakt mit Allergenen im Bett zu reduzieren. Der spezielle Zwischenbezug wird direkt um die Matratze gelegt und anschließend mit dem normalen Bettlaken bedeckt.
Entscheidend sind eine möglichst geschlossene Konstruktion und geeignete Materialeigenschaften. Auch für Haushalte in Sachsen gelten diesbezüglich dieselben medizinischen und hygienischen Grundlagen wie in anderen Regionen.
Warum ist ein Encasing gerade im Bett besonders wichtig?
Regelmäßig genutzte Matratzen bieten Hausstaubmilben geeignete Lebensbedingungen. Wärme, Feuchtigkeit und Hautschuppen begünstigen ihr Vorkommen. Allergische Beschwerden entstehen vor allem durch Allergene aus den Ausscheidungen der Milben, die Bestandteil des Hausstaubs werden können.
Ein Encasing für die Matratze soll eine Barriere zwischen diesem Allergenreservoir und der Schlafumgebung bilden. Dabei geht es nicht darum, sämtliche Milben unmittelbar zu beseitigen. Vielmehr soll der Austritt von Allergenen aus der Matratze begrenzt werden.
Wie funktioniert ein Encasing zwischen Matratze und Bettlaken?
Ein Encasing umschließt die Matratze von allen Seiten. Dafür besitzt der Bezug üblicherweise einen Reißverschluss. Anschließend wird das normale Bettlaken wie gewohnt drübergezogen. Für die Funktion sind folgende Eigenschaften relevant:
- Vollständige Umhüllung der Matratze
- Dicht verarbeitete Nähte und Verschlüsse
- Passende Abmessungen für Länge, Breite und Höhe
- Luft- und wasserdampfdurchlässiges Material
Ein gewöhnliches Spannbettlaken erfüllt diese Funktion nicht. Es bedeckt nur Teile der Matratze und ist nicht als Allergenbarriere konzipiert.
Welche Funktion hat das vollständige Umschließen der Matratze durch ein Encasing?
Offene Bereiche würden die angestrebte Barrierewirkung einschränken. Der Allergieinformationsdienst von Helmholtz Munich empfiehlt deshalb eine milbendichte Umhüllung, die die Matratze komplett einschließt.
Genannt werden außerdem verschweißte Nähte, abgedeckte Reißverschlüsse und eine gute Wasserdampfdurchlässigkeit.
Der Zwischenbezug sollte zudem zur Matratzenhöhe passen. Ein zu kleiner Bezug lässt sich möglicherweise nicht korrekt schließen, während überschüssiges Material Falten bilden kann. Bei mehreren Betten im selben Schlafzimmer kann außerdem die Allergenbelastung der übrigen Matratzen relevant sein.
Inwiefern beeinflusst ein Encasing das Schlafklima?
Ein Encasing verbleibt dauerhaft auf der Matratze. Das Material sollte deshalb nicht nur allergendicht sein, sondern Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf passieren lassen.
Diese Eigenschaft beeinflusst das Klima zwischen Körper, Bettwäsche und Matratze. Auch das Materialgefühl und die Geräuschentwicklung können die Alltagstauglichkeit beeinflussen.
Moderne Zwischenbezüge unterscheiden sich generell in Gewebestruktur und Verarbeitung. Über dem Encasing befindet sich weiterhin die gewöhnliche Bettwäsche, sodass der direkte Hautkontakt mit dem Zwischenbezug begrenzt bleibt.
Wie muss ein Encasing für Matratzen gepflegt werden?
Ein Encasing für Matratzen ist kein Einwegprodukt. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) beschreibt geeignete Encasings als engmaschige, allergendichte Überzüge, die luft- und wasserdampfdurchlässig sowie bei mindestens 60 Grad Celsius waschbar sein müssen.
Für Bettzeug empfiehlt der Verband ebenfalls regelmäßiges Waschen bei mindestens 60 Grad oder die Verwendung allergendichter Zwischenbezüge. Im Alltag sind vor allem folgende Punkte relevant:
- Normale Bettwäsche weiterhin regelmäßig wechseln
- Encasing entsprechend den Pflegevorgaben waschen
- Reißverschluss und Nähte auf Schäden kontrollieren
- Bezug nach dem Waschen wieder vollständig schließen
Zu häufiges Abnehmen ist nicht erforderlich (ca. vierteljährlich). Entscheidend sind die konkreten Pflegehinweise des jeweiligen Produkts.
Inwiefern können hochwertige Encasings bei einer Hausstaubmilbenallergie helfen?
Hochwertige Encasings machen Schlafzimmer nicht frei von Hausstaubmilben. Denn diese kommen auch in Bettzeug, Polstermöbeln und anderen Textilien vor. Ebenso behandeln die Zwischenbezüge nicht die Allergie selbst, sondern zielen auf eine Verringerung des Allergenkontakts.
Die wissenschaftliche Bewertung verlangt deshalb eine genaue Differenzierung. Eine Reduktion der Allergenkonzentration durch allergendichte Matratzenbezüge ist vom Nachweis einer deutlichen Symptomverbesserung allein durch diese Maßnahme zu unterscheiden.
Encasings sind somit als Bestandteil eines umfassenderen Umgangs mit einer diagnostizierten Hausstaubmilbenallergie einzuordnen.
Was unterscheidet ein Encasing von einem Matratzenschoner?
Ein Encasing dient in erster Linie als Barriere gegen Milbenallergene. Ein Matratzenschoner verfolgt dagegen überwiegend das Ziel, die Matratze vor Schweiß, Verschmutzung und mechanischer Beanspruchung zu schützen. Beide Produkte können deshalb gleichzeitig unterschiedliche Aufgaben erfüllen.
Auch Matratzenschoner können die Lebensdauer einer Matratze verlängern, ersetzen jedoch kein allergendichtes Encasing. Die Bezeichnungen sollten beim Produktvergleich also nicht gleichgesetzt werden. Entscheidend ist immer der ausgewiesene Verwendungszweck.
Wann kann ein hochwertiges Encasing für die Matratze definitiv sinnvoll sein?
Bei einer nachgewiesenen Hausstaubmilbenallergie kann ein Encasing dazu beitragen, die Allergenbelastung aus der Matratze zu reduzieren. Voraussetzung sind eine vollständige Umhüllung, passende Abmessungen und geeignete Materialeigenschaften.
Auch die korrekte Pflege gehört zur dauerhaften Nutzung mit dazu. Ein Encasing ist dabei weder ein Heilmittel noch eine Garantie für Beschwerdefreiheit.
Seine Aufgabe besteht darin, eine Barriere zwischen einem bedeutenden Allergenreservoir und der Schlafumgebung zu schaffen. Somit lässt sich das Encasing als gezielte Maßnahme zur Verringerung des Allergenkontakts einordnen.