Mehr als die Hälfte der sächsischen Wohngebäude wurde vor 1979 errichtet (Zensus 2022). Ein Großteil dieser Häuser trägt noch Verbundfenster aus DDR-Zeiten oder früher Nachwendezeit – mit Wärmedurchgangskoeffizienten (Uw-Wert) zwischen 2,5 und 3,0 W/(m²K). Das ist das Drei- bis Vierfache des heutigen GEG-Grenzwerts. Wer diese Fenster 2026 tauscht, erfüllt GEG 2024, sichert 15 % BAFA-Förderung und senkt die Heizkosten dauerhaft – in einer einzigen Maßnahme.
Was alte DDR-Fenster die Heizung kosten
Typische Verbundfenster aus DDR-Bestandsgebäuden erreichen einen Uw-Wert von rund 2,8 W/(m²K). Das OKNOPLAST PAVA-System mit 7-Kammer-Rahmen und STV-Trockenverglasungstechnologie liegt bei Uw ab 0,76 W/(m²K). Der Transmissionswärmeverlust – die Wärme, die pro Sekunde durch die Fensterfläche nach außen fließt – sinkt damit auf ein Drittel des ursprünglichen Werts.
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Fenstertyp |
Uw-Wert (W/m²K) |
Wärmeverlust bei 10 m², ΔT 20 K (W) |
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DDR-Verbundfenster (ca. 1970–1985) |
2,80 |
560 |
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GEG-Pflichtgrenzwert beim Tausch |
1,30 |
260 |
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BAFA-Fördergrenze (BEG EM) |
0,95 |
190 |
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OKNOPLAST PAVA (7-Kammer, STV) |
ab 0,76 |
152 |
Transmissionswärmeverlust: P = Uw × A × ΔT. Innentemperatur 20 °C, Außentemperatur 0 °C.
Was das im Alltag bedeutet: Ein Fenster mit Uw 2,8 W/(m²K) strahlt bei winterlichen Außentemperaturen so stark Kälte ab, dass selbst bei laufender Heizung Zugluftempfindungen entstehen – nicht weil Luft eindringt, sondern weil die kalte Scheibenoberfläche Körperwärme abzieht. Kondenswasser an der Innenseite ist bei Uw-Werten über 2,0 W/(m²K) die Regel, nicht die Ausnahme. Beides führt direkt zu höherem Heizverbrauch – und häufig zu Schimmelrisiko an den Fensterlaibungen.
Bei einer typischen Heizsaison von 4.000 Stunden jährlich bedeutet der Unterschied zwischen DDR-Verbundfenster und PAVA rund 1.600 kWh weniger Transmissionswärmeverlust pro Jahr – auf 10 m² Fensterfläche gerechnet. Bei einem Gaspreis von 10 Cent pro kWh entspricht das etwa 160 Euro jährlich allein durch die Fensterfläche (Berechnungsgrundlage: Bundesnetzagentur, Gaspreis Haushaltskunden 2025). Der tatsächliche Wert schwankt mit dem Energiepreis.
GEG 2024 und BAFA – was gilt für Sachsens Altbau?
GEG 2024 §48 in Verbindung mit Anlage 7 schreibt für Fensterersatz im Bestandsgebäude einen Uw-Wert von maximal 1,3 W/(m²K) vor. Gemeint ist eine Pflicht beim aktiven Einbau – keine allgemeine Tauschpflicht für bestehende Altfenster ohne Sanierungsmaßnahme. Eine Förderung gibt es dafür allerdings nicht: BAFA BEG EM fördert erst ab Uw ≤ 0,95 W/(m²K).
Wer ein Fenster kauft, das gerade die GEG-Pflicht erfüllt, bekommt keine Förderung.
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Position |
Betrag (Richtwert) |
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Gesamtkosten (8 Fenster + HST-Terrassentür, inkl. RAL-Montage) |
18.000–22.000 € |
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BAFA 15 % BEG EM |
− 2.700–3.300 € |
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Eigenanteil nach Förderung |
ca. 15.000–19.000 € |
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Jährliche Heizkosteneinsparung (Richtwert, 10 m² Glasfläche, 10 ct/kWh) |
ca. 160–250 € |
Ein Fenster mit Uw 1,2 W/(m²K) ist GEG-konform – verfehlt aber die BAFA-Fördergrenze um 0,25 W/(m²K). Ergebnis: rechtlich einwandfrei eingebaut, aber kein Zuschuss. Wer in diesem Bereich kauft, zahlt mehr als nötig für weniger Leistung. Die BAFA-Grenze ist kein Sicherheitspuffer – sie ist die Mindestanforderung für Förderung, die gezielt angesteuert werden muss.
Die Förderbedingungen können sich ändern – aktuelle Informationen unter bafa.de.

Rund 2.700 bis 3.300 Euro Zuschuss und jährlich bis zu 250 Euro weniger Heizkosten – der Fenstertausch vereint drei Effekte in einer Rechnung. / Foto: Oknoplast
Drei Effekte in einer Rechnung
Für ein typisches sächsisches Einfamilienhaus aus den 1970ern mit acht Fenstern und einer Hebe-Schiebe-Terrassentür sieht die Gesamtrechnung so aus:
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Position |
Betrag (Richtwert) |
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Gesamtkosten (8 Fenster + HST-Terrassentür, inkl. RAL-Montage) |
18.000–22.000 € |
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BAFA 15 % BEG EM |
− 2.700–3.300 € |
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Eigenanteil nach Förderung |
ca. 15.000–19.000 € |
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Jährliche Heizkosteneinsparung (Richtwert, 10 m² Glasfläche, 10 ct/kWh) |
ca. 160–250 € |
Stand: Oktober 2026. BAFA-Konditionen können sich ändern – aktuelle Informationen unter bafa.de. Preisangaben und Einsparbeträge sind Richtwerte.
Die Heizkosteneinsparung in der Tabelle ist konservativ gerechnet: Einsparungen durch reduzierte Luftinfiltration und verbessertes Temperaturgefühl im Raum sind darin nicht enthalten. Wer Einkommensteuer zahlt, sollte zusätzlich prüfen, ob die Montagekosten über § 35a EStG mit 20 % von der Steuerschuld absetzbar sind – maximal 1.200 Euro pro Jahr. Ein Steuerberater klärt das im Einzelfall.
Fachgerecht nach RAL-Einbaurichtlinie montierte Kunststofffenster (z.B. https://oknoplast.de/kunststofffenster/) haben eine Nutzungsdauer von 30 Jahren und mehr. Bei 160 bis 250 Euro jährlicher Einsparung ergibt das über 30 Jahre zwischen 4.800 und 7.500 Euro – zwischen einem Viertel und der Hälfte des Eigenanteils, allein durch die Energieeinsparung.
Warum Herbst 2026 besser ist als Frühjahr 2027
Wer den BAFA-Antrag jetzt stellt, kann den Fenstertausch noch vor dem Winter abschließen – und profitiert von der Förderung bereits in der Heizsaison 2026/27. Drei praktische Gründe sprechen für die Planung in diesem Quartal:
BAFA-Antrag vor Auftragsvergabe. Der Antrag muss gestellt und genehmigt sein, bevor der Handwerkervertrag unterzeichnet wird. Die Bearbeitung dauert drei bis sechs Wochen. Wer im Oktober beantragt, hat realistisch Zeit für Genehmigung und Einbau noch vor dem Jahreswechsel.
Bessere Kapazitäten. OKNOPLAST-Fachhandelspartner in Sachsen verzeichnen im vierten Quartal erfahrungsgemäß kürzere Wartezeiten als in der Frühjahrs-Hochsaison – der erste Montag nach der Schließzeit der Betriebe im März/April ist typischerweise ausgebucht.
Erste Heizsaison. Wer bis November einbaut, spart bereits im Winter 2026/27. Wer bis Frühjahr wartet, spart erst ab Herbst 2027.