Aus Sicht der örtlichen Wohnungsgenossenschaften gibt es in Leipzig keine Knappheit bei Mietangeboten. «Wir sind in Leipzig an einem günstigen Wohnstandort. Es gibt Bestandsmieten, die für alle Einkommensklassen leistbar sind», sagte Nelly Keding, Vorstandsvorsitzende der Wohnungsgenossenschaft Lipsia und Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Elsteraue, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.
Die Genossenschaften fühlen sich demnach nicht repräsentiert von einer Wohnungsmarktstudie im Auftrag der Stadt Leipzig, die in der vergangenen Woche vorgestellt worden war. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Wohnraum in der Messestadt für die meisten Menschen noch bezahlbar sei, die Zahl der Haushalte mit hohen Mietbelastungen aber zunehme.
Die Mietbelastungsquote - gemeint ist der Anteil der Mietausgaben am Einkommen - liege zurzeit bei 29 Prozent, sagte Keding. Vor zehn Jahren seien es noch 35 Prozent gewesen. Die Genossenschaften könnten Wohnungen zwar besonders günstig anbieten, doch auch die Marktpreise seien moderat.