Sachsen will aus den verheerenden Waldbränden im Sommer 2022 die richtigen Konsequenzen ziehen und hat dafür von einer Expertenkommission mehr als 100 Vorschläge erhalten. Am Dienstag stellte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) den Abschlussbericht der Kommission in Dresden vor. Zur Reduzierung des Risikos von Waldbränden empfehlen die Fachleute etwa, den Waldumbau noch stärker auf Mischwälder mit Laubbäumen zu fokussieren. Totholz soll entfernt werden, wenn es Rettungswege versperrt oder wenn es sich in der Nähe von Wohnbauten befindet. Auch eine bessere Wasserversorgung etwa durch den Bau von Zisternen gehört dazu. Zudem wird zum Einsatz moderner Technik zur Früherkennung von Bränden geraten.
Kretschmer dankte nochmals allen Einsatzkräften. «Wir haben in diesen Tagen nicht gefragt, wer zuständig ist, sondern was notwendig ist.» Es sei eine richtige, wenn auch nicht selbstverständliche Haltung, wenn man nach einer solchen Katastrophe nach Konsequenzen frage.
Sachsen habe schon nach dem ersten Jahrhunderthochwasser 2002 Aufarbeitung geleistet. «Wir haben das immer in der Haltung getan, etwas lernen zu wollen.» Die Arbeit der Kommission finde über die Landesgrenzen hinaus Beachtung. «Unser Ziel ist es, Waldbrandrisiken künftig zu minimieren und auf vergleichbare Ereignisse besser vorbereitet zu sein.» Man wolle nicht «krisendement» werden, fügte Innenminister Armin Schuster (CDU) hinzu.