Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) hat Spekulationen der AfD zurückgewiesen, dass der sächsische Verfassungsschutz in den mutmaßlichen Spionagefall im Umfeld ihres Europapolitikers Maximilian Krah verwickelt sein könnte. «Die höchst spekulativen öffentlichen Unterstellungen der AfD gegenüber den Behörden des Freistaates Sachsen entbehren jeder Grundlage», sagte Schuster am Freitag im Landtag. «Einen Bezug des sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutzes zu einem Mitglied des Europaparlamentes gibt es nicht.» Die sächsischen Behörden hätten akkurat gehandelt.
Ein Mitarbeiter Krahs mit chinesischen Wurzeln steht im Verdacht, für China spioniert zu haben. Seit 2019 soll er für Krah gearbeitet haben. Am 22. April wurde er in Dresden festgenommen. Inzwischen sitzt er in Untersuchungshaft. Später wurde bekannt, dass er auch mit dem sächsischen Verfassungsschutz in Verbindung stand - allerdings vor seiner Zeit als Krahs Mitarbeiter. Der sächsische AfD-Chef Jörg Urban hatte den Verdacht geäußert, dass der Mann womöglich bewusst vom Verfassungsschutz auf die AfD angesetzt wurde, um der Partei zu schaden.